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Momente

„Wenn Momente aus dem Fluß der Zeit gehoben werden, ist nicht mehr zu unterscheiden, ob es sich um Dinge handelt oder Spuren, die Bewegungen hinterlassen. Der Unterschied zwischen materieller und zeitlicher Kohäsion fällt dahin. Es kann sich um Programme für Bewegungen handeln, Vorzeichnungen, wie Choreographien - auf vielen Bildern von Elisabeth Luchesi sieht man Tänzer und Tanzfiguren in einem, der deutende Gedanke weiß nicht, ob eine Form der Umriß eines Tänzers oder die Figur seiner Bewegung ist, und bereichert sich auf diese Weise.
Die Spur einer Bewegung appelliert an den Berührungssinn, Reiben und Streichen. Diese Bilder sind wie Programme von Berührungen; man sieht niemals unzarte, immer wissende Berührungen: Die Linien agieren einen Tausch: Sie kennen, was sie berühren, sie geben ihm ihr Wissen, und es teilt sein Leben mit. (...) die Bilder locken in einen Raum, der Außen und Innen zugleich ist, er kann hell sein und zugleich verstricken, aber die Bilder können zeigen, wie die Verstrickung verwandelt wird, wie sie ihre Drohung verliert, sie vermögen es durch die Farben, denn Farben vertreten in diesen Bildern die Affekte; sie sind nicht allein Ansichten des Stoffs, sondern bezeichnen das Element der Zeit: Erwartung, Anspannung, schreckhafte Nähe der Erfüllung, Abstoßung, Schmerz und Auflösung.
Was diese Bilder hält, ist die Genauigkeit der Bewegung - man wird sie Strenge nennen, sieht man auf die Haltbarkeit der Konstruktion, und Freiheit, wenn man denkt, wie direkt, wie rückhaltlos die Bewegung sich entwirft - eine resolute Sensibilität.“

Dr.Lorenz Wilkens, Berlin
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"Auch die farbigen Bilder gehen aus dem Schwung einer tänzerischen, musikalischen Dynamik hervor. (...) Wer mag, kann afrikanische, lateinamerikanische Kulturen assoziieren, in denen Körpersprache, Rhythmik und Ausdruck eins sind. Selbst die horizontal lagernden Landschaften und Stilleben nähern sich immer wieder diesem bewegten Legato oder schwingen sich zu Allegro-Heiterkeit auf.
Aber die Bilder illustrieren weder folkloristische Tänze noch Musik. Sie bleiben durch und durch Malerei: eine großzügig handschriftliche und doch sicher gebaute peinture, deren Kolorit von der Delikatesse weicher Zwischentöne bis zu herstlicher Leuchtkraft geht. Die studierte Ethnologin ist eine genuine Malerin."

Prof. Manfred Schneckenburger, Köln
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